Page 7 - Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Juni 2026
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WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG



      Transkatheter-Trikuspidalklappenersatz

      bei schwerer Insuffizienz




      Neue Perspektiven am Beispiel eines First-in-Man-Falles

      Dr. med. Jonas Michael Bodanowitz , B.Sc. Katja Köpcke , Dr. med. Antonia Ourani   1,2,3 ,
                                                               1
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      Univ.-Prof. Dr. med. Hüseyin Ince 1,2,3


      Bedeutung der Trikuspidalklappeninsuffizienz         ■  Transkatheter-Trikuspidalklappenersatz (TTVR): Die in-

                                                              suffiziente Klappe wird vollständig durch eine bioprotheti-
      Die  Trikuspidalklappeninsuffizienz  (TI)  ist  eine  häufig  unter-  sche Prothese ersetzt. Vorteil: nahezu vollständige Beseiti-
      schätzte Klappenerkrankung. Schwere Formen gehen mit deut-  gung  der  Regurgitation.  Limitationen:  hoher  technischer
      lich erhöhter Morbidität und Mortalität einher. Viele Patientin-  Anspruch, sorgfältige Patientenselektion und detaillierte
      nen und Patienten kommen aufgrund fortgeschrittener Komor-  Bildgebung  notwendig,  begrenzte  Langzeitdaten  im  Ver-
      biditäten oder eines hohen operativen Risikos nicht für einen   gleich zur Chirurgie.
      chirurgischen Eingriff infrage. In den letzten Jahren haben sich   Die Auswahl des geeigneten Verfahrens erfolgt interdisziplinär
      daher katheterbasierte Verfahren etabliert.          im Heart Team unter Berücksichtigung von Anatomie, klini-
      Die  Mehrzahl  der  TI-Fälle  ist  sekundär,  funktionell  bedingt   scher Symptomatik und Komorbiditäten. Insgesamt erweitern
      durch Dilatation des rechten Ventrikels und des Klappenannu-  katheterbasierte Verfahren das therapeutische Spektrum er-
      lus  häufig  infolge  Vorhofflimmerns,  Linksherzerkrankungen   heblich und bieten insbesondere Hochrisikopatienten neue
      oder pulmonaler Hypertonie. Klinisch dominieren Symptome   Optionen.
      der Rechtsherzinsuffizienz wie periphere Ödeme, Aszites, Leis-
      tungsminderung und hepatische Stauung. Bereits moderate   First-in-Man-Fall mit dem EVOQUE™-System
      Formen sind mit erhöhter Mortalität verbunden.
      Anhand eines First-in-Man-Falles mit dem EVOQUE™-System   Ein Fallbericht der Universitätsmedizin Rostock in Kooperation
      aus der Universitätsmedizin Rostock in Kooperation mit den   mit den Vivantes Kliniken Am Urban und Neukölln unter der Ge-
      Vivantes Kliniken Am Urban und Neukölln stellen wir aktuelle   samtleitung des Letztautors, publiziert Januar 2026 im Euro-
      Entwicklungen der katheterbasierten Trikuspidalklappenthera-  pean Heart Journal – Case Reports (1), beschreibt die weltweit
      pie aus ärztlicher und pflegerischer Sicht dar.      erste erfolgreiche Implantation des EVOQUE™ Tricuspid Valve

      Katheterbasierte Therapie der                                                                       ANZEIGE
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      Katheterbasierte Verfahren lassen sich in Rekonstruktionsver-          beratervereinigung für Erb- und Familienrecht e.V.
      fahren und Klappenersatz unterteilen:                                RAe Ernestus Daub & Coll.
      ■  Rekonstruktionsverfahren: Zum Beispiel das Trikuspidal-           John-Brinckman-Str. 9   Telefon (0381) 455185
        klappen-Clipping, bei dem die Segel der Klappe zusammen-           18055 Rostock     Telefax (0381) 4903175
                                                                                             wenzel@ernestus-daub.de
                                                                           www.ernestus-daub.de
        geführt werden, um die Regurgitation zu reduzieren. Vorteil:
        geringe Invasivität, native Klappenstruktur bleibt erhalten.   Recht haben.Recht bekommen.
        Limitationen bestehen bei stark dilatiertem Klappenannulus     Erbrecht
        oder ausgeprägten strukturellen Veränderungen.          Errichtung von Testamenten und Erbverträgen
                                                                   Vertretung von Erben und Pflichtteilsberechtigten

      1  Department of Cardiology, Universitätsmedizin Rostock, Schillingallee 36,     Familienrecht
        18057 Rostock                                              Errichtung von Eheverträgen und Scheidungsfolgenvereinbarungen
      2  Department of Cardiology, Vivantes Klinikum Am Urban, Dieffenbachstraße 1,         Vertretung in Scheidungs- und Unterhaltsangelegenheiten
        10967 Berlin
      3  Department of Cardiology, Vivantes Klinikum Neuköln, Rudower Str. 48, 12351 Berlin

      AUSGABE 6/2026 36. JAHRGANG                                                                           Seite 207
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