Page 4 - Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Juni 2026
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130. DEUTSCHER ÄRZTETAG














































           Ringen um die Reform





           Schon  vor  der  Eröffnung  des  130.  Deutschen  Ärztetages
           (DÄT) in Hannover war klar, dass das GKV-Beitragssatzstabili-
           sierungsgesetz einen wesentlichen Inhalt der Ansprachen so-
           wohl des Ärztetagspräsidenten Dr. Klaus Reinhardt als auch
           der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bilden
           würde. Zunächst aber hat die Präsidentin der gastgebenden   v.l.: Olaf Lies, Dr. Klaus Reinhardt, Nina Warken, Dr. Marion Ch.
           Ärztekammer Niedersachsen  Dr. Marion Charlotte Renne-  Renneberg, Dr. Martina Wenker
           berg die 250 Abgeordneten, zahlreiche Teilnehmer und Gäste
           aus Politik und Gesellschaft begrüßt, darunter u. a.  die Präsi-  stimmt werden, sondern vor allem vom Wohl der Patientin-
           dentin des Weltärztebundes Dr. Jacqueline Kitulu, den Vor-  nen und Patienten sei  ärztliches Selbstverständnis. „Gute
           standsvorsitzenden des Weltärztebundes Dr. Jack Resneck,   Versorgung braucht gute Politik und eine gute Politik braucht
           Dr. Ole Johan Bakke, Präsident des Ständigen Ausschusses   eine starke Selbstverwaltung.“ Dabei sei die Selbstverwaltung
           der Europäischen Ärzte, den Präsidenten des Amerikanischen   kein Gegenpol, sondern notwendige Partnerin der Politik. Die
           Ärzteverbandes Dr. Bobby Mukkamala, den Vizepräsidenten   aktuellen  politischen  und  gesellschaftlichen  Probleme  hat
           des Japanischen Ärzteverbandes Dr. Tohru Kakuta und eine   Renneberg mit den Stichworten älter werdende Bevölkerung
           Delegation aus der Ukraine.                          mit komplexeren Krankheitsbildern, Fachkräftemangel in al-
           In ihrer Ansprache ist Dr. Renneberg auf die Bedeutung der   len Bereichen, steigende Erwartungen der Patienten, Digitali-
           Selbstverwaltung für unseren Berufsstand und die Gesell-  sierung, Pandemien, Klimawandel und geopolitische Unsi-
           schaft eingegangen. Dass medizinische Entscheidungen nicht   cherheiten umrissen. Die Resilienz unseres Gesundheitssys-
           allein von ökonomischen oder politischen Erwägungen be-  tems entscheide darüber, wie gut wir in Krisensituationen


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