Page 20 - Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Mai 2026
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AUS DEM VORSTAND





           PJ-Tag an der


           MSH Schwerin





           Die Studierenden im Praktischen Jahr (PJ) im
           Land so früh wie möglich auf den baldigen Be-
           rufsstart vorzubereiten, ist das Ziel der Ärzte-
           kammer bei den PJ-Tagen. Am 8. April 2026 ha-
           ben Vizepräsident Prof. Johannes Buchmann
           und Anne Machka vom Ausschuss Junge Ärztin-
           nen und Ärzte vor den Medizinstudierenden der
           Medical School Hamburg (MSH) in Schwerin
           von den Aufgaben der Ärztekammer, der Wei-
           ter- und Fortbildung sowie zu den ersten Schrit-
           ten in den Berufsalltag berichtet. Die Nachfra-
           gen drehten sich vor allem um das eLogbuch,
           die  Berufshaftpflichtversicherung  sowie  die
           Ärzteversorgung.
                                              K.S.




           Leserbrief



           zum Artikel „Ärztekammer fordert Finanzierung der Weiterbildung in Mangelfächern“,
           Ärzteblatt Ausgabe 3/26, S. 92



           Ich blieb am letzten Satz des Artikels gedanklich hängen, der   Nur zur Klarstellung: Die Vergabe einer begrenzten Anzahl von
           darauf hinweist, dass etwa zwei Drittel der Neuapprobierten   Studienplätzen in Verbindung mit der Pflicht, sich anschließend
           das Bundesland kurz nach der Approbation verließen. Dies   in einer medizinisch unterversorgten Region niederzulassen, ist
           hänge aus Sicht der Kammer „auch mit dem vergleichsweise ge­  nachvollziehbar und aus der Not geboren („Landarztquote“).
           ringen Anteil von Landeskindern unter den Studierenden“ zusam-  Diese Ärzte werden auch dringend gebraucht. Wer aber eine
           men.                                                 hervorragende universitäre Versorgung, Ausbildung und For-
           In MV leben mittlerweile weniger als 1,6 Millionen Menschen. Zu   schung will, der muss offen bleiben im Rennen um die besten
           meinem Freundeskreis gehören auch ein paar Ärztinnen und   Köpfe und Ideen. Gerne auch aus MV, aber auch deutschland-
           Ärzte, die „Landeskinder“ sind - die meisten jedoch sind zugezo-  weit und darüber hinaus.
           gen zum Studieren und geblieben, so auch meine Frau und ich.   Übrigens ließe sich der Anteil an Studierenden aus MV auch
           Falls unsere Tochter einmal Humanmedizin studieren wollte,   ganz ohne Bonusprogramm erhöhen: mit ernsthaften Investiti-
           sollte sie dann als „Landeskind“ automatisch einen Bonus be-  onen in unsere Schulbildung. Diese würden den künftigen Stu-
           kommen? Wäre das fair gegenüber einem Bewerber mit abge-  dierenden eine größere Chance auf einen der begehrten Studi-
           schlossener Notfallsanitäterausbildung, der noch Medizin stu-  enplätze ermöglichen.
           dieren will, aber aus Niedersachsen kommt? Und wie würden
           wohl die Universitäten in den anderen Bundesländern reagie-      Dr. Söhnke Heuer, FA Allgemeinmedizin, Rostock
           ren, wenn unsere Universitäten Kinder aus MV bevorzugen?


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