Page 12 - Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Mai 2026
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AUS DER KAMMER
Prof. Sebastian Hinz stellt den Teilnehmern die aktuellen Herausforde Dr. Heide Pifrement ist TxB-Beauftragte an der UMR und berichtet,
rungen bei Organtransplantationen an der UMR vor. dass es eine bessere Öffentlichkeitsarbeit zu dem Thema braucht.
Fotos: ÄKMV
Krankenhäusern, Landesärztekammern und Ministerien so- fühlen. Das sei zwar auch gut so, jedoch werden auch jüngere
wie die Verbesserung der Zusammenarbeit und Koordinati- Spenderorgane dringend benötigt. Die Gruppe diskutierte
on. Auch neue Instrumente wie das DETECT-SDM-Modul sol- auch über ganz praktische Themen hinsichtlich der Umset-
len Hausärzte und Patienten bei der ergebnisoffenen Ent- zung, etwa zur Rolle von notariell beglaubigten Verfügungen,
scheidungsfindung zur Organspende unterstützen. die als unnötig betrachtet wird, zur Transportregelung von
In der anschließenden Diskussionsrunde war man sich einig: Hirntoten (Krankentransport oder Bestattungsunternehmen)
Mehr Kommunikation, mehr Öffentlichkeitsarbeit und der und einer Kostenübernahme durch die DSO. Auch die Min-
Aufbau bestehender Netzwerkstrukturen sind entscheiden- destmengenregelung spielte eine Rolle. Weitere Vorschläge
de Faktoren für mehr Spendenbereitschaft. Dazu zählt auch betrafen die stärkere Einbindung von Hausärzten und die
die Bevölkerung möglichst niedrigschwellig zu erreichen. So Thematisierung in Schulen.
entstand beispielsweise eine Kooperation zwischen der UMR Ein wichtiger Termin ist bereits vorgemerkt: Der „Tag der Or-
und dem F.C. Hansa Rostock. ganspende“ findet am 6. Juni statt. Er soll erneut genutzt
Mehrere Teilnehmer wiesen darauf hin, dass zunehmend äl- werden, um auf die Bedeutung von Organspenden aufmerk-
tere Patientinnen und Patienten als potenzielle Spender in- sam zu machen und die Bevölkerung für dieses lebenswichti-
frage kommen. Sie reagierten oft positiv auf Informationsan- ge Thema zu sensibilisieren.
gebote, weil sie sich dadurch gebraucht und wertgeschätzt Katarina Sass
WARNUNG!
Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern (LfDI MV) warnt Ärztinnen und
Ärzte vor der Teilnahme an einer vermeintlichen Forschungsstudie. Demnach bittet ein Verein per E-Mail vornehmlich Kinder-
arztpraxen um Übermittlung von medizinischen Daten von Kindern. Abgefordert werden u.a. Fotos aus Behandlungsdokumen-
tationen, zum Teil verbunden mit Angaben zu Alter, Diagnose und Behandlungsdatum. Bei genauer Prüfung fällt auf, dass
teilweise auf Webseiten mit pornographischen Inhalten verwiesen wird. Die ganze Meldung finden Sie auf unserer Homepage
unter www.aek-mv.de auf der Startseite unter den Meldungen.
Kontakt: presse@datenschutz-mv.de | Telefon: 0385 59494-37 | https://www.datenschutz-mv.de/
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